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PROLOG

Die Fackel

Ein lauter Knall durchbrach die Nacht und der Dorfplatz wurde schlagartig in helles Licht getaucht.
Das Wirtshaus brannte lichterloh, die Fenster waren durch die Wucht zerborsten und die Schreie derer, die im Feuer gefangen waren, hallten laut aus der glühenden Hitze. Die Leute rannten herbei, schnell wurde jeder mit Eimern ausgestattet und schon begannen die Löschversuche. Wasser traf zischend auf das brennende Holz, doch das Feuer ließ nicht nach und verzehrte das Haus in Windeseile. Frauen und Kinder standen mit Decken bereit, um diejenigen, die es hinausschafften, von den Flammen zu erlösen. Aber niemand kam durch die brennende Tür gerannt. Die Schreie aus dem Inneren des Hauses wurden schwächer und verwandelten sich in ein Röcheln, das mit einer menschlichen Stimme fast nichts mehr zu tun hatte. Schon wanderte das Feuer auf die benachbarten Häuser und die Panik stieg.
In all dem Chaos erschienen sie, die Wachen des Großen Herrn, zwei Suratek und vier Menschen, bereit, den Dorfbewohnern zu helfen. Der Hauptmann aber hielt seine Gefolgsleute zurück und beobachtete stirnrunzelnd das Haus. Stumm warteten die Wachen auf seinen Befehl. Die Hitze war unbeschreiblich und glühte so stark, dass er die Hand schützend vors Gesicht halten musste. Egal, wieviel Wasser die Leute auf das Haus schütteten, das Feuer machte keine Anstalten, schwächer zu werden. Der Gestank verbrannten Fleisches kroch in seine Nase.
„Bitte helft uns!“, rief einer der vielen Männer. Der Hauptmann schüttelte den Kopf.
„Dieses Feuer lässt sich so nicht löschen!“
Seine Gefolgsleute blickten ihn alarmiert an, der junge Mann kam entsetzt näher. Der Hauptmann nickte. Schnell rannte der Bursche an ihnen vorbei zum kleinen Alarmturm und sogleich ertönte die Glocke schrill und laut.

„Elementar!“, rief er. Alle blieben abrupt stehen, pures Entsetzen rauschte über die Menge hinweg.
„Räumt sofort den Platz!“, rief der Hauptmann. „Dieses Feuer ist elementarischen Ursprungs! Ihr könnt den Brand erst löschen, wenn die Quelle aus dem Haus gekommen ist!“
Ein Krachen aus dem brennenden Haus ließ die Leute zusammenschrecken.
„Los jetzt! Bringt euch in Sicherheit!“
Schnell rannten die Dorfbewohner davon, flüchteten sich in die nahen Gassen oder in ihre Häuser, während der Hauptmann und seine Leute sich vor dem Haus in Kampfbereitschaft stellten.
„Glaubt Ihr, es handelt sich um einen Anschlag?“
Der Hauptmann schüttelte den Kopf. „Sieht mir eher nach einem Unfall aus. Haltet euch bereit!“
Schweres Holz ächzte im Inneren des Hauses laut auf, dann plötzlich durchbrach etwas die verkohlte Haustür und stolperte auf den Dorfplatz.
„Du meine Güte…“, hauchte einer der Wachmänner. Der Hauptmann war sprachlos. Der Körper des Elementars bestand aus Glut, Licht und Flammen, nur noch schemenhaft war seine Figur zu erkennen und die Hitze, die er ausstrahlte, war unbeschreiblich. Der Feuerelementar hatte noch keine Notiz von den Wachmännern genommen und starrte das Wirtshaus an, das Balken für Balken in sich zusammenbrach.
„In diesem Zustand können wir ihn nicht betäuben“, sagte der Hauptmann seinen Gefolgsleuten leise und deutete auf die Eimer, die überall verstreut herumlagen. Schnell liefen sie damit zum Brunnen, während der Hauptmann den Elementar im Auge behielt. In seinem ganzen Leben hatte er nur ein einziges Mal einen Elementar in diesem instabilen Zustand gesehen und er wusste, wenn sie nicht sofort handelten, würde der Elementar das ganze Dorf auf einen Schlag einäschern. Vorsichtig näherte er sich diesem gefährlichen Wesen. Je schneller der Elementar eine Kaltdusche verabreicht bekam, desto besser. Die Wachmänner kamen wieder zurück, einer von ihnen trat vor zum Hauptmann und reichte ihm einen vollen Eimer. Gleich waren sie nahe genug, um den Elementar löschen zu können. Plötzlich aber, als hätte er etwas bemerkt, drehte sich der Elementar um und der Hauptmann starrte in das brennende Gesicht. Es bestand zwar aus einer glühenden Oberfläche, doch behielt es seine Form bei und so erkannte der Hauptmann große Augen und einen schmalen Mund. Ihm fiel die flache Brust auf, die sich lebhaft auf und ab bewegte, bemerkte die schmalen Schultern, die dünnen Arme und Beine…

Er war noch ein Kind!
Bevor der Hauptmann aber reagieren konnte, wurde alles in grelles, weißes Licht getaucht. Es folgte ein ohrenbetäubender Knall und er flog durch die Luft. Der Blitz, der aus den Fingerspitzen des Jungen geschossen war, tötete den Hauptmann noch bevor er aufschlug.
Schnell schütteten die schockierten Wachmänner das Wasser über den Feuerelementar, doch vergebens: Blaue Stichflammen schossen aus seinem Körper und bildeten eine lodernde, schützende Wand; das Wasser verdampfte laut zischend. Mit einem dumpfen Geräusch verschwanden die Stichflammen und der Elementar kam in bedrohlicher Haltung auf die Wachmänner zu. Schnell rannten sie zum Brunnen zurück. Lächelnd hob der Junge den rechten Arm und ein grelles Licht wuchs knisternd und knackend in seiner Hand. Dieser Blitz würde die Wachmänner alle auf einen Schlag umbringen.
Eiskaltes Wasser klatschte auf seinen Kopf und der Blitz erlosch. Schreiend ging der Elementar zu Boden. Der junge Mann, der vorher die Glocke geläutet hatte, ließ den leeren Eimer fallen und brachte sich rasch wieder in Sicherheit. Das grelle Leuchten ließ nach und anstelle der Glut waren Teile heller Haut auf dem Körper des Elementars zu sehen. Die Wachen zückten sogleich kleine Betäubungspfeile und schossen auf ihn. Der Elementar aber wich den Pfeilen aus, rollte zur Seite, und rannte los. Die Wachen nahmen die Verfolgung auf.
Schnell floh er über die Hauptstraße, vorbei an kleinen Gassen, aus denen ihn entsetzte Gesichter anstarrten. Die gelöschten Stellen auf seinem Körper glühten auf und die Hitze hatte ihn wieder vollständig umschlungen. Das Holztor am Ende der Straße hielt ihm nicht stand und zerbarst in tausend Splitter, als er es durchbrach und in die tiefe Nacht rannte. Er legte er einen Zahn zu und raste über den vom Regen aufgeweichten Feldboden, eine helle Fackel inmitten der Dunkelheit. Die Wachmänner aber waren ihm dicht auf den Fersen. Immer wieder stieß der Elementar Blitze zurück, Knall folgte auf Knall, grelles Licht folgte auf grelles Licht. Die Wachen wichen den Angriffen gekonnt aus und trotzten mutig der zerstörerischen Gewalt.

Er sah sich um und erkannte, dass er ihnen nicht entkommen konnte. Ein letzter Blitz stob aus dem Arm, dann wurde er langsamer und das Feuer auf seinem Körper wurde schwächer.
Schließlich blieb er stehen, drehte sich um und hob die Hände. Das Licht erlosch vollständig und die Gestalt aus Glut und Flammen war verschwunden. Die Fünf umzingelten den Jungen. Nackt stand er da, mit gesenktem Kopf und bebenden Schultern. Die Tränen schüttelten seinen Körper, leise hörten sie die junge Stimme schluchzen. Demütig kniete er sich hin.
Einer der Wachen hielt dünnen Draht zum Fesseln bereit, ein anderer zückte einen neuen Betäubungspfeil und kam auf den Elementar zu. Da hob der Knabe den Blick und starrte sie aus geweiteten Augen an. Sofort war der Draht geschmolzen und rann als glühende Flüssigkeit auf die Hände des Wachmanns. Kreischend fiel er zur Seite, die versengten Hände an sich gepresst.
Blitzschnell rannte der Junge auf den anderen Wachmann zu, wich dem Betäubungspfeil mit der Geschicklichkeit eines Raubtiers aus, griff sich ein Messer, das am Gürtel seines Gegners steckte und rammte es ihm in den Brustkorb. Die übrigen Drei, endlich aus ihrer Starre befreit, schossen Betäubungspfeile auf den Jungen. Er aber ließ die Leiche auf sich fallen und versteckte sich geschickt darunter. Die Pfeile bohrten sich in den toten Kameraden, der dem Mörder als Schutzschild diente. Ein schriller Laut ließ die drei Wachen plötzlich zusammenschrecken: Unter der Leiche hörten sie den Jungen lauthals lachen. Sie konnten es kaum fassen. Der Junge lachte!
Mit seiner freien Hand stieß er blindlinks ein Inferno in ihre Richtung und für einen kurzen Augenblick wurde es unglaublich heiß und so hell wie an einem sonnigen Tag. Wie Puppen an dünnen Fäden blieben die drei Wachmänner in absoluter Regungslosigkeit stehen, in kompletter Anspannung, als ob sie die Luft angehalten hätten. Dann fielen sie zu Boden, ihre Gesichter verkohlte, schwarze Flächen.
Die mit Pfeilen bespickte Leiche kippte zur Seite. Elegant richtete sich der Junge auf, legte den Kopf in den Nacken, schloss die Augen und atmete seufzend aus. Obwohl die Nacht frisch war, fror er nicht. Einer der drei Wachen bewegte sich noch schwach und versuchte, durch die geschmolzenen Nasenknorpel zu atmen. Ein greller Blitz bereitete ihm ein jähes Ende und mit einem Mal war es totenstill. Die bleichen Füße traten sanft auf das Gras, der drahtige Körper wurde vom Mondlicht beschienen, das die außergewöhnlich weiße Haut des Knaben noch kälter aussehen und das kurze blonde Haar metallisch glänzen ließ. Der junge Feuerelementar verließ lächelnd das Schlachtfeld.

Ein leises Zischen war zu hören.
Der Junge stoppte abrupt.
Das Grinsen erfror.
Mechanisch neigte er den Kopf und blickte auf seine rechte Schulter. Die spitze Nadel eines Wurfpfeils hatte sich durch die Haut ins Fleisch gebohrt, der betäubende Stoff breitete sich rasch aus. Mit der linken Hand griff er zurück und zog den Pfeil heraus. Eine blutige, versengte Hand packte den bleichen Knöchel und brachte den Jungen ruckartig zu Fall. Hart schlug er mit dem Kopf auf und Sterne blitzten über seine geschlossenen Lider hinweg. Schnell wollte er sich aufrichten, doch mit einem Mal spürte er eine schwere Last auf der Brust und zwang sich, die Augen zu öffnen. Der Wachmann mit den verbrannten Händen, ein großer, breitgebauter Suratek, blickte auf ihn herab, einen Fuß auf die nackte Brust gestützt.
„Beweg dich, und ich trete dir deine scheiß Rippen ein“, knurrte er und fletschte drohend seine spitzen Zähne. Der Junge hob beruhigend die Hände und bewegte sich nicht mehr. Hektisch kramte der Wachmann in seiner Manteltasche und suchte eine neue Drahtfessel. Seine fleischig roten Finger, von der Verbrennung schwer verletzt, schmerzten fürchterlich und dicke Schweißperlen bildeten sich auf seiner Stirn. Seelenruhig sah ihm das kleine Monster zu seinen Füßen zu. Keine Angst war in seinen Augen zu sehen. Kein Bedauern, keine Niedergeschlagenheit.
Der Junge sah ihn nur an.
Mit einem Mal, ohne es kontrollieren zu können, nahm dieser ruhige Blick den Wachmann gefangen. Der Draht war vergessen, die Hände hielten inne und schwebten nutzlos in der Luft. Ohne Vorwarnung umschlang eine seltsame, dumpfe Taubheit seinen Körper und langsam, sehr langsam überkam ihn ein Gefühl der blanken Angst. Die Augen des Jungen leuchteten auf unheimliche Weise und da erkannte der Wachmann, dass die Pupillen des Elementars von einer gelben Iris umrahmt waren. Der Junge hatte goldgelbe Augen, die wie zwei Fackeln aus dem bleichen Gesicht heraus loderten.

„Ihr miesen Suratek…“, zischte der Junge.
Das dumpfe, beängstigende Gefühl verschwand und der Wachmann löste erleichtert den Blick. Wut. Damit konnte er umgehen. Der Junge würde ihn beschimpfen, aber das war kein Problem. Damit konnte er umgehen, immerhin besser als dieser Blick. Schnell suchte er weiter nach dem verflixten Draht.
„Eure Gattung ist genauso einen Scheißdreck wert wie die der Menschen.“
„Lass das jetzt“, sagte der Wachmann ruhig und spürte mit jedem Atemzug, wie er wieder Herr der Lage wurde.
„Lass das jetzt“, äffte der Knabe ihn angewidert nach. „Natürlich, mir kannst du ja Befehle erteilen, so wie ich hier liege, im Matsch, wie ein Tier. Vorher hast du dich ja selbst im Matsch gewälzt, wie ein Schwein, weil ich es war, der dich zum Quieken gebracht hat. Die Hände müssen immer noch fürchterlich brennen, nicht wahr?“
„Du bist hiermit verhaftet im Namen des Großen Herrn.“
„Du hast ja nicht mal die Eier, den Fuß von meiner Brust zu geben. Hast du etwa Angst?“
„Bei Mord durch elementarisches Wirken ist dir ein Aufenthalt im Block sicher. Du wirst nicht lange überleben.“ Seine spitzen Zähne blitzten auf, doch er würde sich nicht provozieren lassen. Nicht von Elementar-Abschaum wie diesem Burschen.
„Du hast Angst. Natürlich hast du. Du hast gesehen, was ich mit deinen Kameraden gemacht habe. Aber gib bloß nicht zu, Angst zu haben. Ihr Suratek steht ja über allem. Fleisch fressen, Blut trinken, aber nach der Pfeife der Menschen tanzen. Suratek sind wirklich viel weniger Wert als Menschen. Eine unnötige Gattung, von Menschen geleitet. Von Menschen! Die eigentlich euer Futter sein sollten. Die haben euch gut unterjocht…“
„Halt die Klappe!“
„Suratek verdienen nicht mal das Blut einer Ratte, die sich im Abfluss in meiner Scheiße wälzt…“ kicherte der Junge, worauf der Wachmann zudrückte und ihn in den weichen, glitschigen Boden presste. Das Lachen blieb dem Jungen im Halse stecken und er schnappte nach Luft.
„Hör zu, ich warne dich ein letztes…“ Weiter kam er jedoch nicht. Der Elementar packte den Fuß und riss ihn von seiner Brust. Der Wachmann stolperte und fiel direkt auf den Elementar. Reflexartig stützte er sich mit den Armen ab und blickte einen Augenblick lang aus nächster Nähe in die glühenden Augen des Elementars.

„Das war ein Fehler“, sagte der Junge lächelnd, umschlang ihn mit Armen und Beinen und klammerte sich wie ein Affe fest.
„Das war ein Fehler!“, kreischte er mit schriller Stimme direkt ins linke Ohr des Suratek.
Dieser bäumte sich brüllend auf, versuchte, den Jungen abzuschütteln, schlug auf ihn ein und schnappte verzweifelt mit seinen spitzen Zähnen nach ihm.
„Ich zeig dir mal, wie du das als Suratek machen solltest!“ Der Junge biss zu.
Schmerz hämmerte unbarmherzig auf den Wachmann ein und breitete sich wie Feuer in dürrer Steppe in seinem Kopf aus.
Sein Ohr! Der Junge biss in sein linkes Ohr!
Heißes Blut floss seinen Hals hinunter, vermischte sich mit dem Speichel des wahnsinnigen Jungen und rann in seinen Nacken. Stöhnend ging er in die Knie. Unter dem Pochen seines Bluts und der schrillen Stimme des Jungen hörte er ein dumpfes Knacken, als die Zähne sein Ohr durchtrennten. Triumphierend begann der Junge hysterisch zu lachen und biss noch fester zu. Der Wachmann war der Ohnmacht nahe.
Ein dumpfer, metallischer Schlag stoppte diesen Albtraum. Die schrille Stimme verstummte, die Zähne öffneten sich und das Monster fiel bewusstlos zu Boden. Das Kreischen war einem monotonen, hohen Surren im Kopf des Wachmanns gewichen. Ein junger Mann aus dem Dorf, mit unzähligen Sommersprossen im Gesicht und einer Schaufel in der Hand stand über ihm, die Augen vor Entsetzen geweitet.
„Danke…“, sagte der Wachmann, setzte sich auf und griff schnell in die Manteltasche. Endlich fand er die Drahtfessel und band sie um Arme und Beine des Jungen. Zur Sicherheit verabreichte er ihm noch eine zusätzliche Ladung Betäubungsgift und setzte sich dann schwerfällig hin. Sterne funkelten vor seinen Augen und ihm war schlecht. Vorsichtig betastete er den blutigen Rest seines linken Ohrs.
„Wir haben im Dorf einen Arzt, der kann vielleicht…“, begann die Sommersprosse vorsichtig, doch der Wachmann schüttelte abweisend den Kopf. Das Ohr war hinüber.

„Aber bring mir bitte zwei Männer aus dem Dorf, die uns helfen, den da ins Gefängnis zu tragen. Falls er aufwacht, brauchen wir Verstärkung.“
Die Sommersprosse lief schnell zum Dorf zurück, das immer noch im Schein des Feuers erleuchtet war. Die Löscharbeiten würden bis zum Morgengrauen andauern. Der Wachmann drückte sich ein Tuch gegen die pochende Wunde und stand mühselig auf. Er trat ein paar Schritte vor dem Elementar zurück, obwohl dieser regungslos auf der weichen Erde lag, und beobachtete ihn aus sicherer Entfernung. Sein Hauptmann, seine vier Kameraden und sein linkes Ohr. Was für ein Albtraum diese Nacht doch noch geworden war! Der Wachmann atmete zitternd aus. Der Feuerelementar, dieser wahnsinnige Mörder, war bloß ein Junge von ungefähr dreizehn Jahren. Jetzt wirkte er sogar harmlos.
Eine Platzwunde hatte sich auf der Stirn des Jungen gebildet, wo die Schaufel ihn getroffen hatte. Ein schwaches Rinnsal dunklen Blutes bahnte sich seinen Weg über die bleiche Haut in den Matsch des Feldes. Die Augen, aus denen vorher in glühend gelber Farbe der Wahnsinn herausgelodert hatte, waren geschlossen und der Wachmann war erleichtert, diesen Wahnsinn nicht mehr sehen zu müssen.

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